Wir sind Wiederholungstäter und uns sicher, da ist noch mehr drin! 2010 legen wir sozusagen noch mal nach und präsentieren zur 2. Tour des Bluegrass Jamboree! – Festival of Bluegrass and Americana Music mit Top Act Michael Cleveland & Flamekeeper (Geige) eine wirkliche Sensation. Dachte bisher vielleicht so mancher, eine Musik mit kaum mehr als drei bis vier Akkorden sei nicht aufregend – Cleveland gibt Nachhilfe. Der blinde siebenfache Bluegrass Geiger des Jahres in den USA wird mit seiner enorm rockenden Band (alles akustisch und keine Drums!) eine Lehrstunde an Virtuosität, Intensität und Spontanität erteilen. Näher war Bluegrass seit zig Jahren nicht mehr wieder an dem Punkt, an dem Elvis die Energie übernahm und daraus den Rockn’n'Roll formte. Umwerfend!
Bluegrass Jamboree! ab 3.12.10 Runde 2
27. Juli 2010Ausblick
07. Januar 2010Die erste Tournee des Bluegrass Jamboree! – Festival of Bluegrass and Americana Music ist Geschichte! Vielen Dank noch einmal an Veranstalter, Presse, Radios, Sponsoren und Medienpartner und natürlich die Besucher, die uns so viel Begeisterung haben spüren lassen. Die Künstler sind zwar schon alle daheim und wieder unterwegs, aber alle sprachen von einer “life-time-experience”! In Kürze wird es übrigens hier ein Fotoalbum von der Tour geben: http://www.flickr.com/photos/tuebinger
“Nach der Tour ist vor der Tour”…unter diesem Motto sind wir hier bei Music Contact nicht tatenlos und planen das Jamboree 2010. Die Künstler werden in Kürze feststehen, neue Veranstalter zeigen Interesse und zu den meisten Plätzen werden wir wohl zurückkehren. Per Rundbrief informieren wir über den Forstschritt der Planung…
WICHTIG: am 17.1.2010 15:05-17:45 WDR 3 (kann man weltweit hören!)
Mitschnitt/Interviews vom Konzert in Kaarst am 18.12.2009
http://www.wdr3.de/musikkulturen/details/artikel/americana.html
Der WDR ist sich nicht sicher, ob es für diese Musikform genügend Hörer gibt. Wer also mehr davon hören will sollte unbedingt nach der Sendung den WDR direkt kontakten und dies mitteilen.
Der Rest vom Fest!
24. Dezember 2009

16.12. Hamburg, Fabrik. Schon beim Betreten dieses legendären Clubs in Hamburg-Altona leuchteten die Augen alle Musiker. Zuvor war der Bus zum kurzem Sightseeing über die Reeperbahn gegondelt, Ziel war das Hotel für diese Nacht, direkt an der Reeperbahn gelegen. Zum Soundcheck war noch etwas Zeit und die meisten machte sich auf zu einem Kiez-Spaziergang im Gebiet Reeperbahn-Große Freiheit-Hafenstraße. Leider war der Wind total eisig und so mancher flüchtete sich in warme Cafes. Die Damen waren von der Atmosphäre im Red-Light-District allerdings nicht besonders angetan. In der Fabrik klappte alles wie am Schnürchen, veranstaltet von Karsten Jahnke war die Betreuung großartig (was für ein leckeres Abendessen am langen Tisch!) und spornte die Künstler deutlich an. Es waren viele Bekannte da, dazu Presse, Radio und Klaus Grotelüschen vom Hillbilly Guesthouse, dem einzigen relevanten Mailorder des Genres mit einem kleinen Stand ausgesuchter Kostbarkeiten. Besuchermäßig hätten noch einige Leute mehr Platz gefunden, aber die Anwesenden machten das locker wett. Keine Spur von hanseatischer Zurückhaltung, stimmungsvoll der Abend durchweg. Euphorisiert zog ein Teil des Teams noch durch die St. Pauli Kneipen, geschlafen werden konnte ja immer am nächsten Morgen im Bus.

17.12. Osnabrück, Lutherhaus. Mit diesem außergewöhnlichen Haus hat sich Gitarrist / Labelchef / Festival Promoter / Gitarrenhändler Peter Finger einen Traum erfüllt. Der große stilvolle Konzertsaal im ersten Stock ist ein echtes Schmuckstück, und so ganz anders als der Rock’n'Roll Club Fabrik in Hamburg am Tag davor. Die Besucherzahl am Abend war ordentlich (fürs erste Mal), immerhin hatte es geschneit und die Straßen waren ziemlich glatt. Heute war der letzte Tag am CD Stand für Servais, wegen anderer Verpflichtungen musste er unter großer Anteilnahme die Truppe verlassen.

Music on the Bus

Making some extra money
18.12. Hildesheim, Kulturfabrik Löseke. Noch mehr Schnee, aber Busfahrer Dieter steuerteuns verlässlich über die Hügel von Teutoburger Wald und Weserbergland. In Hildesheim waren wir direkt am Weihnachtsmarkt einquartiert und wurden von Street Team Leiterin Elke empfangen, die uns gleich über das eisigen Pflaster zum Mini-Stadtrundgang inklusive Geldwechsel führte. So mancher musste nachher aufs Zimmer sich aufwärmen bevor es dann zur Halle ging. Elke und ihre Unterstützer hatten viel Werbung gemacht und das Team im Löseke um Anke und Stefan stand bereit und bestens motiviert in den Startlöchern. Das Löseke, eine ehemalige Papierwarenfabrik, ist ein Soziokulturzentrum mit einem tollen großen Saal, Bluegrass lief hier aber praktisch noch gar nicht. Um so überraschender der doch ganz passable Besuch, selbst die Presse war zur Berichterstattung angereist, dabei sanken die Temperaturen draußen drastisch in den Keller. Als Einstimmung spielten Ulrike und Udo vom Duo “Two-U” zur Freude des Publikums vor Beginn des offiziellen Programms American Folk & Roots Music auf Banjo/GItarre/Gesang. Wir wurden gut bekocht, es mangelte an nichts, die Künstler waren in bester Laune, Gastfreundschaft mögen sie eben. Die Show war prima und alle gaben ihr Bestes, schließlich wollte man ja auch den Boden fürs nächste Jahr bereiten. Veranstalter Stefan Könneke schaffte es sogar, die gute Tradition des gemeinsamen Schlucks Jack Daniels vorm Zugabenblock weiterzuführen. Den CD Stand betreuten Elke und ihre Schwester Ute, beide wahre Verkaufstalente! Gegen eins, als der Bus dann die für die Nacht am Hotel parken sollte, gab es noch Aufregung, der reservierte Platz war besetzt, der örtlichen Polizei war es aber wohl zu kalt um einzugreifen. Jetzt hat Dieter ein Ticket der einnahmebewussten Politessen am Hals…

Endlich ein Weihnachtsmarkt...danke Elke!
19.12. Kaarst, Aula Einstein Schulzentrum. Keine Stadt, die man wegen ihres Ambientes feiern muss, aber begeisternd die Arbeit der örtlichen Veranstalterin Uschi Spors. Neben den bekannten garantierten Quotenbringern aus Kleinkunst, Kabarett und Comedy wagt sie sich auch mal an ungewöhnliche Projekte. Nach dem Erfolg mit den Rockabilly Bluegrassern The Wilders holte sie das Bluegrass Jamboree in ihre Halle. Und sie stellte gleich den Tourrekord mit über 420 Besuchern auf. Stimmung war grandios, das rheinländische Publikum ließ sich nicht lange bitten, zudem schnitt ein Team des WDR die Show mit, Ausstrahlung am 17.1.2010 in WDR3! Eine kleine Katastrophe: Steve (Toy Hearts) musste auf seinen Bass verzichten, der Hals hatte sich gelöst. Bei den Zugaben durfte er dann Gitarre spielen-mit Bravour! Freundlicherweise durften wir für die After-Show Party einige Getränke mitnehmen und die Lobby des toleranten Park Inn Hotels zur Partyzone umfunktionieren. In den schäumenden Trubel mischten sich allerdings schon die ersten Wehmutstöne am Vorabend der letzen Show der Tour.
20.12. Kassel, Kreuzkirche. Schon bei der Abreise aus Kaarst wehte uns ein eisiger Schneesturm unter die Kleidung, der Verkehrsfunk verhieß auch nichts Gutes. Wegen Pausenregelung hatte Gerda mal wieder den Bus übernommen und lenkte ihn über schneebedeckte Autobahnen gerade rechtzeitig ins winterliche Kassel. Veranstalter Valentin Reinbold erwartete uns bereits mit seinen Helfern. Die Kreuzkirche ist für Weltmusikveranstaltungen bekannt, ab und zu auch für American Folk Music. Trotz schlimmer Schneeverhältnisse war die Kirche gut besetzt und die Stimmung bestens. Den CD Stand führte Steffie zu gutem Umsatz. Wehmütig wurden schließlich die letzten Zugaben gespielt und eh man sich versah, war die Tournee des ersten Bluegrass Jamboree! zu Ende. Gemeinsames Essen, trinken, Adressen tauschen, CDs verteilen und dann ab ins Hotel, schließlich stand der Bus um 4:00 zur Abfahrt nach Frankfurt Flughafen bereit.

Grande Finale
Halbzeit!
16. Dezember 2009
Beverly & Carl Reithalle Offenburg

Wir haben Hunger...Hunger Hunger....

Heimfahrt von Basel
Halbzeit
12.12. Offenburg Reithalle. Der achte Termin (von 16) führte uns ins Rheintal. Weihnachtsmarkt direkt bei unserem Tourhotel für die nächsten zwei Tage, dem historischen Gasthof Sonne, und einige Stunden Zeit vor dem Soundcheck waren ganz nach unserem Geschmack. Veranstalter Edgar Common und sein exzellentes Team in der wunderschönen alten Reithalle ließen alle Vorbereitungen wie am Schnürchen ablaufen. Endlich konnten wir dort auch den Bühnenhintergrund vernünftig herrichten, tagelang waren wir dafür auf der Suche nach einer Dachlatte in Länge 3m gewesen, nun sind wir für alle Befestigungssituationen präpariert. Allein 240 Tickets waren im Vorverkauf an die kooperierenden Franzosen aus Illkirch gegangen, die zweisprachige Begrüßungsansprache vor ausverkauftem Haus trug dem Rechnung. Die Nähe zu Frankreich zeigte sich zudem beim Essen vor der Show, großer langer Tisch, guter Wein und leckeres Dinner im “Borowsky”. Ziemlich beschwingt landeten wir nach der Show wieder im Hotel, der Adrenalinfluss war noch lange nicht gestoppt, also alle in bester Partylaune. Groß war dann der Schreck, als plötzlich zwei Polizisten in schwarzer Lederkleidung bei mir im Zimmer standen – aber sie kamen als Freund und Helfer und brachten nur meine Geldbörse mit, die im Trubel des Entladens aus der Jacke gefallen war. In Ruhe traf sich dann die Partygang auf einen entspannenden Kräutertee zum Ausklang des Abends.
13.12. CH-Basel, Halle QuerFeld. Das einzige Konzert der Tournee außerhalb Deutschlands war zur besten Tea Time, d.h. 17 Uhr angesetzt. Das bedeutete frühe Abfahrt, denn mit den örtlichen Veranstaltern Angelika Torrie und Paolo Dettwiler von “Bluegrass in Basel” war ein Mittagessen auf 14 Uhr geplant. Die Halle, ein ehemaliges Stahlunternehmen in einem umgewidmeten Industrieareal, war so gut wie voll, die Besucher in großer Zahl aus der ganzen Schweiz angereist. Backstage mussten sich alle ziemlich zusammendrängen, Karotten purzelten in Instrumentenkoffer, Getränke machten Flecken auf die Bühnenkleidung und Instrumente lagen übereinander. Trotz alledem ergab sich eine spontane Session mit dem italienischen Gitarristen Luca, der extra aus Genua gekommen war und bei den Zugaben mitspielte. Erstaunlich viele Sponsoren übrigens, die der Veranstalter aquirieren konnten, in Deutschland besteht da klar Nachholbedarf. Da die Schweiz die Passkontrollen an der Grenze im Rahmen des Schengen-Abkommens angeschafft hat, war auch der bisher gewohnte Grenzstress minimal. Bei der Wiedereinreise wurde die Bus-Bar am ersten Rasthof aufgestockt und auf dem Bus-Videomonitor lief ein äußerst lustiger Film über Country Rock Legende Gram Parsons als fiktiver “Guy Terrifico”.

14.12. DAY OFF – Die Veranstalter im Kulturkeller Fulda hatten wegen geringen Vorverkaufs das Konzert am Vortag abgesagt. Aus der Not machten wir eine Tugend und reisten in einem Rutsch vom Rhein ins winterlich kalte und trübe Berlin. Auf der Strecke immer wieder die verordneten Zwangspausen, die wir mit Snacks und Drinks füllten. Seit einigen Tagen der große Renner sind die Geld-Spielautomaten, ab und zu gewann sogar einer mal ein paar Euro. Grundsätzlich versuchen wir nur an Lavazzo oder Segafredo Rasthöfen zu halten, allerdings wurden wir trotzdem mit enorm dürftigen Cafés konfrontiert. Selbst die geduldige Erklärung, was ein Espresso Macchiato eigentlich, ist half nicht weiter, es war doch nur wieder ein winziger Latte Macchiato. In Berlin abends trennte sich die Gruppe nach dem Einchecken ins “funky” Generator Hostel und für den nächsten Tag waren diverse freie Unternehmungen angesagt.
15,12. Berlin, Roadrunner’s Motor Club. Badeschiff, Mikrofonhersteller Neumann, Checkpoint Charly, Dalí Ausstellung, Brandenburger Tor, jeder hatte was vor in der zweiten Großstadt der Tour. Soundcheck war ja erst um 18.00 angesetzt. Mit spontanem Applaus belohnt wurde Dieters geniales Einparken des Busses rückwärts in die enge Einfahrt des morbiden Hinterhofs im Prenzlauer Berg. Das Roadrunners ist ein äußerst liebevoll gestalteter Club, als Heimstatt der Rockabilly Szene perfekt für Hillbilly Music geeignet. Die Künstlergarderobe erreicht man nur über eine steile Wendeltreppe, kein Problem für Mandolinenspieler, aber für Bassisten schier unbezwingbar. Es hätten zwar noch einige Zuschauer hineingepasst, aber stimmungsmäßig hatten alle ihren Spaß, besonders die Toy Hearts fühlten sich sehr wohl, sie touren in England oft in ähnlichen Clubs.
Vom Keller in den Schnee
12. Dezember 200910.12. Darmstadt, Jagdhofkeller. Schweren Herzens ging es aus dem wildromantischen Marinade Hotel Richtung Norden. Die Nacht war für einige ziemlich kurz, zur geplanten Abreisezeit lagen sie noch im Tiefschlaf. Halboffene Koffer, fluchenden Musiker und eine liegengebliebenes teures Mobiltelefon waren das Ergebnis, der pädagogische Lerneffekt hoffentlich groß! Klaus und Marianne Rahmig sind im Jagdhofkeller Pächter und Köche gleichzeitig und servierten zum Abendessen ein geniales Boeuf Bourgignon als sinnlichen Einstieg. Der Jagdhofkeller ist ein uraltes hohes Gewölbe mit einer durch Lichtgestaltung und Einrichtung sehr atmosphärischen Stimmung. Die Musiker konnten sich kaum satt sehen an diesem Raum, in dem schon Musik, Tanz und Gelage stattfanden, als noch kein Mensch hierzulande wusste dass es Amerika überhaupt geben könnte. Besonderes Highlight ist eine skurrile automatische Tür direkt hinter der Bühne, die sich zu passenden und unpassenden Momenten öffnet und den Spieltrieb aller Beteiligten enorm anheizte. Marianne und Klaus verpflegten uns den ganzen Abend über bestens, nach der Show gab es noch Wein und wunderbaren Käse…hmmm!

Jagdhofkeller Darmstadt (geb. 1722)


Sophia Johnson im Jagdhofkeller Darmstadt

Rainer hört soeben die Vorverkaufszahlen im Bus-Büro!

Das Team hat alles im Griff - Dieter,Werner,Rainer, Servais
11.12. Kempten, Haus International. Der erste Schnee! Je weiter wir ins Allgäu vordrangen, desto mehr Flocken fielen vom Himmel. Dieter dirigierte den Tourbus in meisterlicher Präzision durch das Tor auf den kleinen Hofparkplatz, Mehr als 15cm waren auf keiner Seite Raum. Veranstalter Rudi Goschler holt immer wieder schöne Projekte in den kleinen, aber passenden Saal inmitten der Kemptener Innenstadt. DIe Bluegrass Jamboree Tour sprengte jedoch die Kapazitätsgrenze, und bei unserer Ankunft war er immer noch nicht vom Telefon wegzubekommen, die Anfragen derer, die noch Karten erhofften, riss einfach nicht ab. Werner bekam ein wirklich minimales Soundsystem das aber trotz aller Skepsis bestens funktionierte. Wir vermuten, die Nähe zu den Bergen schafft eine innere Verbundenheit zur Mountain Music der Appalachen. Im engen, völlig ausverkauften Saal war großartige Stimmung von Anfang bis zu den Zugaben. Spontan wurde auf Zuruf aus em Publikum sogar der Klassiker “Rollin’ in my sweet baby’s arms” in die Sessionliste aufgenommen. In der Pause der übliche Trubel am CD Tisch und besonders inspirierend der brasilianische Stand mit Cocktails – so manch einer schwenkte die Hüfte zur Bluegrass Musik…
Deep in the Heart of Bavaria
10. Dezember 20098.12. Waldkraiburg, Kulturhaus. Der süd-östlichste Ort der Tournee, ich hatte den Musikern Bayern in Reinform versprochen, zumal die extra für die Tour gefertigten T-Shirts der Steep Canyon Rangers einen zünftigen Banjospieler mit Lederhosen zieren. Von Folklore war jedenfalls im Stadtbild keine Spur zu sehen, nicht eimal einen schönen Kirch- oder Marktplatz konnten die Fotoapparate beim Sightseeing einfangen. Beeindruckend jedoch das Haus der Kultur, ein großartiger, architektonisch reizvoller Bau, geleitet von Hansjörg Malonek. Bluegrass ist hier kein Fremdwort mehr, durch seine kontinuierlichen Angebote gastierten schon viele Größen im Ort. In Zusammenarbeit mit dem Regionalfernsehen Oberbayern macht sich die Stadt auf, ein Zentrum der Americana Musik zu werden. Technisch, optisch und kulinarisch alles zur Zufriedenheit der Beteiligten, massives Gedränge am CD Stand, wo sich die Künstler gerne den fachkundigen Fragen stellten. Das Haus war so gut wie ausverkauft und bald wird das Festival in den großen Saal umziehen, so die Hoffnung hinter den Kulissen.

Charles Humphrey III (SCR) und Werner Schütte (Sound)

The Toy Hearts
9.12. München, Amerikahaus. Endlich eine große Stadt!… die Musiker fieberten schon bei der Anreise in freudiger Erwartung. Der Soundcheck war spät genug angesetzt um wenigstens ein paar Eindrücke zu sammeln. Ein großer Tel der Truppe führten wir via Stachus, Einkaufsstraße, Weihnachtsmarkt und Rathaus ins Hofbräuhaus. In guter Nähe zur Blaskapelle bog sich der Tisch unter Bierkrügen und Bergen von Haxen, Knödeln Würsteln und Kraut. Selbst die eher zierliche Beverly stellte sich dieser kulinarischen Herausforderung. Gut dass der Weg zurück ins Hotel lang war, so konnten doch einige Kalorien “abgelaufen” werden. Ivi und Tobi vom lokalen Veranstalterteam hatte uns ins leicht morbide, aber ungemein charmante Jugendstilhotel “Mariandl” gebucht, knarrende Treppen, altes Interieur, gigantische Spiegel und zur Abwechslung mal keine Bäder und Duschen im Zimmer. Um halb vier wartete dann schon der Shuttle Bus vom Bayerischen Rundfunk, die Rangers sollten zum Interview und Live-spielen in den “Zündfunk” in eine der wichtigste Sendungen für Liebhaber guter Kultur. Der Beitrag mit zwei live eingespielten Songs ist demnächst als Podcast auf der BR Seite abrufbar. Von dort ging es direkt ins Amerikahaus. Die Veranstaltung im äußerst reizvollen großen Saal aus dem Ende der 40er Jahre war ein gelungene Kooperation zwischen Club2 Konzerten, Amerikahaus und US-Konsulat München. Entsprechend groß war der Andrang von Liebhabern und Novizen zum Thema Bluegrass. Hinter der Bühne war es eng, aber Veranstalter Ivi zauberte vor Ort eines seiner legendären Backstage- Essen, diesmal wegen der üppigen Fleischfülle nachmittags glücklicherweise leicht und asiatisch vielfältig gewürzt.
Trotz der etwas hemmenden Theatersaalbestuhlung kam das Publikum bald in Fahrt und brach schon in der Halbzeitpause alle bisherigen Rekorde am CD-Stand. Die gemeinsame Session zum Abschluss war wieder ein Highlight, diesmal extra feurig nach dem Genuss einer Runde Jack Daniels “shots” zur Team Einstimmung, bevor alle noch einmal einzeln auf die Bühne gerufen wurden.

Hofbräuhaus und Schweinehaxen

Und jetzt noch zum Hotel laufen....

Steep Canyon Rangers live im Zündfunk Bayerischer Rundfunk München
Unterwegs nach Süden
08. Dezember 20096.12. Bonn, Harmonie – Nikolaus Tag… Nicky Sanders’s Namenstag…und Werners Geburtstag. Es gab genug zu feiern, ein mehrstimmiges Country Happy Birthday und ein wunderbar wertschätzendes Publikum in einem der schönsten Musikclubs im Lande, mit einer liebevollen musikergerechten Garderobe. Eigentümer Wolfgang Koll bietet seit Jahren ein erstklassiges Programm, allein schon die Bildergalerie und die schmackhafte Küche rechtfertigen einen Abstecher – a must see! Am CD Stand großes Gedränge, die e-mail Liste füllt sich rapide, nur die originellen T-Shirts und die wunderschönen limitierten original Siebdrucke des Festival Plakates könnten deutlich häufiger die Besitzer wechseln. Hotel IBIS war zwar ordentlich, aber die Zimmergröße und der wirklich winzige Sanitärbereich waren für die Langbeinigen unter uns eine Zumutung…
7.12. Seit dem Morgen hat Gerda den Bus an Dieter abgegeben, der ja schon viele Irish Spring Tours mit uns gefahren ist. Nach den üblichen verordneten Ruhepausen endlich Ansbach, Kammerspiele. schon wieder so ein wunderschöner Club mit nettem Team und guter Küche. Allerdings mit dem riesigen Tourbus schwer anzusteuern, wir verursachten beim Entladen prompt ein kleines Verkehrschaos. Immerhin war Zeit für einen Besuch auf dem Weihnachtsmärktchen der Stadt, schön eine Stelle mit offenem Feuer und die exquisiten gerösteten Mandeln, die endlich mal ohne dicke Zuckerkruste daherkamen. Abgelegen und nur auf Empfehlung eines Freundes zu finden der tollste Cafeladen der Stadt, direkt gegenüber vom Kaspar Hauser Restaurant. Einige Runden Espresso, Latte und Cappuccino und grenzenlose Bewunderung für die “funky” Café Maschine zum Preis eines Kleinwagens. Übernachtung im berühmt-berüchtigten Hotel Birnbaum, der würzige Duft exzessiven Zigarrenkonsums ist einer der vielen “Gerüche” dieses unterhaltsamen Etablissements. Die Show selber war prima, ein schöner Saal mit wirklich ansprechender Lichtregie, und die Jamboree Künstler in Spiellaune. Allerdings haben viele Ansbacher an diesem Abend lieber etwas anders angestellt, aber die Anwesenden machten die fehlende Zahl durch umso intensivere Stimmung wett. Hannah Johnson hatte es am schwersten, ein plötzlicher Infekt machte ihr ziemlich zu schaffen, aber “the show must go on…and it did! Nachdem alle geplanten Zugaben vorbei waren und immer noch heftig geklatscht wurde, entstand spontan ein neues Arrangement des Klassikers “Kees On the Sund Side” mit 12 Musikern. Danach Late Night Dinner und partiell After-Show Party im Hotel. Stimmung und Team Spirit sind exzellent!

After Show Dinner Kammerspiele Ansbach

Currywurst mit Pommes für Graham
Tour läuft!
06. Dezember 2009Freitag 4.12. 18:00 war das Team komplett. Sieben Musiker aus USA und vier aus England, Soundmann Werner, CD-Stand Betreuer Servais im großen komfortablen Reisebus, gesteuert von Gerda wurden von Tourleiter Rainer Zellner beim “welcome” Dinner im Reutlinger franz k zu schwäbischen Bio-Maultaschen und Bier begrüßt. Schnitzel, Pizza und Gyros wird es schließlich auf der Tour zur Genüge geben.
Für den 5.12. war dann früher Soundcheck angesetzt, flüssiger Ablauf und bester Sound bedürfen gewisser Vorplanung. Alles war zügig erledigt, das Team im Reutlinger franz k unterstütze uns bestens. Wenige Stunden vor der Premiere wurde der Bühnen-Vorhang mit dem Signet des Festivas fertig und schmückte die große Bühne. Während die Band erneut exzellente Küche genoss, standen schon die Besucher im Foyer und konnten die ersten Banjoklänge vernehmen. Musiker Dieter Stoll erschien standesgemäß mit mehreren Instrumenten zum üblichen “Parking Lot Picking” das wegen des Wetters nach drinnen verlegt werden musste. Selber spielen gehört eben beim Bluegrass dazu.

Um 20:30 eröffneten Beverly Smith & Carl Jones mit feinen Oldtime Klängen die Premiere der Tour vor bestens mit aufmerksamem Publikum gefülltem Saal. Beeindruckend wie sie die alte Musik der Appalachen-Berge spielten. Mandoline, Geige, Banjo, Gitarre, Jodeln, Blues und Balladen und humorvolle Ansagen von Carl zeigten die Wurzeln dessen, was später Bluegrass genannt wurde. Ihnen folgten die Ladies der Toy Hearts mit “Dad” Stewart und Ersatzbassist Steve Amadeo, deren atemberaubendes Erscheinen auf der Bühne selbst Moderator Rainer fast aus dem Konzept brachte. Mit ihrem eigenen Stil und selbstverfassten Songs, intensivem Duett Gesang und frischer Präsenz hatten sie schnell das Publikum auf ihrer Seite.
In der Pause große Gedränge am CD-Stand, in guter Tradition die Musiker bereit zum Small Talk und Autogramme zu geben. Neben den aktuellen CDs der Jamboree Künstler gibt es witzige T-Shirts, Folker-Probehefte sowie die einzigartigen und raren limitierten Siebdrucke des Festival Plakats. Und natürlich die wichtige Email Liste, um Fans direkt über diese und ähnliche Tourneen zu informieren. (das kann noch umfangeicher genutz werden ! derblogger)

Die zweite Hälfte gehörte den Steep Canyon Rangers, die das Publikum ab dem ersten Akkord klar im Griff hatten. Geigensensation Nicky Sanders schloss den Set mit einer Tour de Force Version des Klassikers Orange Blossom Special ab, bevor die Premiere mit einem rauschenden Festival Session Finale aller Musiker und Organisator Rainer Zellner zu Ende ging. Ein erster Eindruck ihres Auftritts ist bereits auf youtube zu sehen.

Auftakt!
05. Dezember 2009Heute Abend ist das erste Konzert des Bluegrass Jamboree! – Wir werden berichten!
Stay tuned -
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